M7: REST-Transport erstmals live verifiziert, vier Bugs gefunden+gefixt

Erstmaliger REST-Schreibtest gegen echte Hardware (www-ssl vorher auf
jedem Testgerät aus, Pfad lief nur gegen Mocks). Vier Bugs gefunden:

- baseURL fehlte trailing slash, relative URL-Auflösung warf "/rest"
  aus jedem Pfad (404, fiel still auf SSH zurück statt Zertifikat-
  Dialog zu zeigen)
- .add nutzte POST statt PUT (RouterOS' REST-API erwartet PUT für neue
  Einträge)
- RouterOS sendet Cache-Control: max-age=31536000 auf jede REST-
  Antwort, URLSession cachte dadurch die erste (leere) GET-Antwort für
  den Rest der App-Laufzeit
- Löschen aktualisierte die Experte-Tab-Liste nicht in-place (SwiftUI-
  Render-Problem, kein Datenfehler) — Anlegen/Bearbeiten laufen über
  ein Sheet, dessen Schließen automatisch neu rendert, Löschen über
  ein confirmationDialog ohne Remount

Anlegen/Bearbeiten (inkl. Feld-Leeren)/Löschen live bestätigt.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Kay
2026-09-16 10:51:55 +02:00
co-authored by Claude Sonnet 5
parent 0237b3afbe
commit a0e7e53f22
4 changed files with 135 additions and 16 deletions
+80 -9
View File
@@ -629,13 +629,79 @@ wiederholen.
nur zum Löschen dieser einen Datei erschien nicht aufwandsgerecht.
Harmlos (überschreibt sich beim nächsten Restore selbst), aber bewusst
in Kauf genommen, nicht vergessen.
- **REST-Pfad ungetestet für Schreibvorgänge** — auf beiden bisherigen
Testgeräten war `www-ssl` (Port 443) aus, jeder Schreibtest lief über
SSH. Der REST-`apply()`-Pfad (`POST`/`PATCH`, `findItemID` für `.set`)
ist nur gegen Mocks getestet. Der REST-Zweig von `fetchFieldValues`
(M12/Bug 14) ist zusätzlich auf einer nirgends offiziell dokumentierten
Annahme aufgebaut (Query-String-Filter `?feld=wert` auf einem GET) —
komplett unverifiziert.
- ~~REST-Pfad ungetestet für Schreibvorgänge~~ — am 2026-09-16 erstmals
live getestet: `www-ssl` auf dem hEX-Testrouter aktiviert (eigene CA
`local-ca` + davon signiertes `rest-cert` angelegt, da direktes
Selbstsignieren ohne separate CA mit "failure: CA not found"
scheiterte — RouterOS braucht dafür `key-usage=key-cert-sign,crl-sign`
auf einem eigenen CA-Zertifikat, das per `ca=<name>` referenziert
wird). Dabei **drei echte, vorher unentdeckte Bugs gefunden und
gefixt**, alle drei ausschließlich möglich, weil kein Testgerät vorher
je `www-ssl` an hatte:
- **Bug 30:** `RestTransport.baseURL` fehlte der abschließende `/`
(`".../rest"` statt `".../rest/"`). `URL(string:relativeTo:)`
ersetzt bei relativer Auflösung das *letzte Pfadsegment* der Basis
(RFC 3986 §5.3) — ohne trailing slash ist "rest" selbst das letzte
Segment, ein Pfad wie "system/resource" ersetzt es also statt
danach angehängt zu werden (`.../rest` + "system/resource" →
`.../system/resource`, 404). Jede REST-Verbindung scheiterte dadurch
mit stillschweigend verschlucktem "HTTP 404" (der generische
`catch`-Zweig in `ConnectionService.connect` loggte den Fehler
nirgends), fiel auf SSH zurück, ohne je den Zertifikats-Dialog zu
zeigen — sah aus wie "kein Zertifikat-Prompt trotz neuem
Zertifikat", war tatsächlich ein komplett anderer, tieferliegender
Bug. Gefunden über einen temporären Debug-`print` im Fallback-Pfad.
- **Bug 31:** `RestTransport.apply()`s `.add`-Fall nutzte `POST`,
RouterOS' REST-API erwartet dafür aber `PUT``POST` auf
`/rest/ip/firewall/address-list` lieferte `{"detail":"no such
command","error":400,"message":"Bad Request"}`, `PUT` mit
identischem Body `201` mit vollem Echo des neuen Items. Nebenbei
`send()`s Fehlerbehandlung verbessert: zeigte bisher nur den nackten
Statuscode ("HTTP 400"), jetzt wird RouterOS' eigener JSON-Fehler-
Body (`detail`-Feld) mit ausgegeben, falls vorhanden — genau dieser
Body war es, der den Bug überhaupt auffindbar machte (per direktem
`curl`-Replay derselben Anfrage).
- **Bug 32, am folgenreichsten:** RouterOS sendet auf *jede*
`/rest/...`-Antwort `Cache-Control: max-age=31536000` (ein Jahr) +
passenden `Expires`-Header — vermutlich ein Blanket-Default für
statische Web-UI-Assets, der auch auf die REST-API durchschlägt.
`URLSession(configuration: .ephemeral)` bedeutet nur "nichts auf
Platte persistieren", hält aber weiterhin einen Im-Speicher-
`URLCache` und hält sich an diese Header — die *erste* GET-Antwort
auf einen Pfad (z.B. eine leere Artikelliste, abgerufen durch
`loadCrossReferenceOptions` oder ein früheres Öffnen desselben
Menüs) wurde für den Rest der App-Laufzeit unverändert zurückgegeben,
komplett unabhängig von späteren `.add`/`.set`/`.remove`-Änderungen.
Live-Symptom: ein frisch angelegter Adress-Listen-Eintrag (per
`curl` als real bestätigt) erschien nie in der Experte-Tab-Liste,
auch nach Weg-und-zurück-Navigation nicht. Fix: `urlCache = nil` +
`.reloadIgnoringLocalCacheData` auf Session- *und* Request-Ebene
(RouterOS' Schreib-Endpunkte sind nicht idempotent genug, um sich
nur auf eine der beiden Ebenen zu verlassen).
Nach allen drei Fixes live durchgespielt: Anlegen (`PUT`), Bearbeiten
inkl. Feld-Leeren (`PATCH`, Kommentar gesetzt dann wieder gelöscht —
REST-seitig direkt per `curl` verifiziert, dass ein leerer String das
Feld tatsächlich löscht, genau wie bei SSH/Bug 25), Löschen (`DELETE`)
— alle drei vom Nutzer bestätigt ("funktioniert"). Damit ist der
REST-Transport erstmals end-to-end gegen echte Hardware verifiziert,
nicht mehr nur gegen Mocks. Der REST-Zweig von `fetchFieldValues`
(M12/Bug 14, Query-String-Filter `?feld=wert` auf einem GET) bleibt
weiterhin unverifiziert — dabei nicht auf den Weg gekreuzt.
- **Bug 33, direkt danach gefunden:** Löschen eines Eintrags im
Experte-Tab aktualisierte die sichtbare Liste nicht, bis der Nutzer
in einen anderen Tab und zurück wechselte — sah zunächst wieder wie
ein Cache-/Refresh-Problem aus, war es aber nicht: ein temporärer
Debug-`print` in `confirmRemoval` bestätigte `items.count` geht
korrekt von 1 auf 0 nach `reloadItems()`, das `@Published`-Modell
war also die ganze Zeit richtig. Reines SwiftUI-Render-Problem:
Anlegen/Bearbeiten laufen über `ExpertItemEditView` als `.sheet(item:)`,
dessen Schließen `ExpertMenuDetailView` automatisch neu mountet —
genau das erzwingt implizit den Refresh, den Löschen (über ein
direkt an `ExpertMenuDetailView` gehängtes `.confirmationDialog`,
kein Sheet, kein Remount) nie bekam. Fix: `.id(viewModel.items.count)`
auf der Einträge-`Section`, zwingt SwiftUI bei jeder Mengenänderung
zu einer frischen View-Identität statt sich auf In-Place-Diffing zu
verlassen. Live bestätigt ("funktioniert").
- **`fetchMenuItems`s `.id`-Positions-Überlagerung: Verlässlichkeit für
andere Menüs ungeprüft** (siehe Bug 15) — bei `/ip dhcp-server lease`
live als falsch bestätigt (`.id` landete auf der falschen Zeile), für
@@ -1331,8 +1397,13 @@ passenden Namen lesbar. Live bestätigt ("sieht gut aus").
alles erledigt, live bestätigt ("funktioniert"). Damit sind alle
fünf Tabs vollständig zweisprachig (DE/EN).
2. WLAN (M5) an einem Gerät mit echtem WLAN-Chip nachholen.
2. Rest von M7: Fehlerzustände/Politur, REST-Schreibtest an einem Gerät
mit aktivem `www-ssl`.
2. ~~Rest von M7: REST-Schreibtest an einem Gerät mit aktivem
`www-ssl`~~ — erledigt (2026-09-16), siehe "Bekannte Einschränkungen"
oben (Bug 3032). `www-ssl` bleibt auf dem hEX-Testrouter aktiv
(eigene CA `local-ca` + `rest-cert`), damit die App weiterhin
REST-zuerst verbindet statt SSH-Fallback. Fehlerzustände/Politur im
REST-Pfad noch nicht gezielt geprüft (z.B. Verbindungsabbruch
mitten im Apply) — optional für später.
3. M9 UI (Einfach/Experte-Modusumschalter im Einrichten-Tab selbst) noch
manuell durchklicken — M10s Experte-Tab wurde bereits vom Nutzer
bestätigt (siehe oben), der Moduswechsel im Wizard noch nicht.