Handoff-Dokument: Architektur, gefixte Bugs, bekannte Einschränkungen

Fasst Stand nach M1-M4 zusammen: Aufbau, alle Live-Test-Fixes gegen
echtes Testgerät (SwiftUI-Observation, NIOSSHError/CommandFailed-
Fehlertexte, SSH-Algorithmen, Picker-Defaults), bewusste Scope-
Entscheidungen (VLAN ohne Port-Tagging) und offene Punkte für M5-M7.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HReLXMbmPvtQ23p1iWiJNW
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Kay
2026-09-11 22:17:41 +02:00
co-authored by Claude Sonnet 5
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commit 9db6031bca
+151
View File
@@ -0,0 +1,151 @@
# RouterOS Assistant — Handoff
Stand: nach M4 (VLAN-Schritt), alle Milestones M1M4 gegen ein echtes
physisches Mikrotik-Testgerät (RouterOS 7.24.2) verifiziert.
## Ziel
Native macOS-App (SwiftUI), die Laien per geführtem Interview-Wizard durch
die häufigsten Mikrotik-RouterOS-Konfigurationen führt: Internet-Anschluss,
Heimnetzwerk/DHCP, zusätzliche VLAN-Netzwerke, (geplant: WLAN, Firewall).
Vollständiger Plan/Kontext: `~/.claude/plans/purrfect-puzzling-bunny.md`
(ursprüngliche Architekturentscheidung — seither an mehreren Stellen
weiterentwickelt, siehe unten).
## Setup / Bauen
```bash
cd RouterOS
xcodegen generate # erzeugt RouterOSAssistant.xcodeproj (nicht in git)
open RouterOSAssistant.xcodeproj # oder direkt per xcodebuild
xcodebuild -project RouterOSAssistant.xcodeproj -scheme RouterOSAssistant \
-destination 'platform=macOS' build
xcodebuild -project RouterOSAssistant.xcodeproj -scheme RouterOSAssistant \
-destination 'platform=macOS' test
```
`xcodegen` ist via Homebrew installiert (`brew install xcodegen`). Projekt-
Struktur/Targets/Package-Abhängigkeiten stehen in `project.yml`, das ist die
Quelle der Wahrheit — nicht das generierte `.xcodeproj` von Hand editieren.
Git: lokales Repo, kein Remote (Nutzer hat aktuell keine Gitea-Instanz).
`.xcodeproj`, `DerivedData`, `.build` sowie die vorhandenen Firmware-Dateien
(`*.npk`, `*.cpgz`) sind gitignored.
## Architektur
```
RouterOSAssistant/
App/RouterOSAssistantApp.swift — 3 Tabs, teilen sich EINE ConnectionService-Instanz
Core/
Models/
RouterOSCommand.swift — eine Änderung, zwei Renderer (CLI-Zeile / REST-JSON)
WanConfig.swift, LanDhcpConfig.swift, VlanEntry.swift — bauen je RouterOSCommand-Listen
DhcpServerCommandBuilder.swift — geteilte "Adresse+Pool+Server+Netzwerk"-Logik (LAN + VLAN)
RouterOSModels.swift — Credentials, DeviceInfo, Interface, RouterOSError
Networking/
RouterOSTransport.swift — Protocol: connect/fetchDeviceInfo/fetchInterfaces/apply/disconnect
RestTransport.swift — REST-API (RouterOS ≥7.1), Zertifikats-TOFU
SSHTransport.swift — SSH-Fallback via Citadel, CLI-Text-Parsing
RouterOSCliParser.swift — parst `/system resource print` und `/interface print terse`
CertificateTrustStore.swift / CertificateFingerprint.swift — TOFU nur für REST bisher
Services/
ConnectionService.swift — zentraler App-State: REST-zuerst-SSH-Fallback, hält credentials/interfaces/deviceInfo
BackupService.swift — Config-Export (`/export terse`) über eigene SSH-Verbindung
KeychainService.swift — Passwort-Speicherung
Features/
Wizard/Steps/Connect/ — Verbinden-Tab
Wizard/Steps/Setup/ — Einrichten-Tab: Wan → Lan → Vlan → Review/Apply
Backup/ — Sicherungen-Tab
RouterOSAssistantTests/ — reine Unit-Tests (Command-Builder, CLI-Parser, Fallback-Logik via Mock-Transport)
```
**Wichtiges Architekturprinzip:** `RouterOSCommand` unterstützt nur "add"
(CLI: `... add key=value ...`, REST: `POST`). Kein "set"/PATCH auf
bestehende Einträge — deshalb hat der VLAN-Schritt keine Port-Zuweisung
(Access/Trunk), das bräuchte RouterOS Bridge-VLAN-Filtering mit `set`.
Mit dem Nutzer abgestimmt, bewusste Scope-Entscheidung.
**ConnectionService ist der einzige geteilte State.** Alle drei Tabs
bekommen dieselbe Instanz von der App-Ebene injiziert (kein
`@EnvironmentObject`, explizite Übergabe im Init). Achtung SwiftUI-Falle
(siehe unten): jede View, die `connectionService`-Felder liest, muss ihn
selbst als `@ObservedObject` halten — nicht nur transitiv über ein anderes
ViewModel erreichen.
## Was während der Live-Tests kaputt war und wie es gefixt wurde
Reihenfolge der Bugs, alle gegen echtes Testgerät gefunden, jeweils als
eigener Commit (`git log` zeigt Details):
1. **ConnectView zeigte nie Verbindungsstatus**`connectionService` war
nur über `viewModel.connectionService` erreichbar (zwei Ebenen tief
verschachteltes ObservableObject). SwiftUI abonniert automatisch nur
Objekte, die eine View direkt per `@StateObject`/`@ObservedObject` hält.
Fix: `ConnectView` hält `connectionService` jetzt zusätzlich selbst.
2. **NIOSSHError.localizedDescription ist nutzlos** — bridged auf
generisches NSError (`"error 1"`), echte Diagnose steckt in
`CustomStringConvertible`. Fix: `String(describing:)` statt
`.localizedDescription`.
3. **SSH-Verbindung scheiterte mit `keyExchangeNegotiationFailure`**
RouterOS bietet nur Legacy-Algorithmen (`diffie-hellman-group14-sha1`,
RSA-Hostkeys) an, Citadels Default-Algorithmenliste enthält die nicht.
Fix: `algorithms: .all` beim `SSHClient.connect(...)`.
4. **`Citadel.SSHClient.CommandFailed` zeigte nur den Exit-Code** —
Citadels `executeCommand()` verwirft die gesammelte Ausgabe, sobald der
Exit-Code ≠ 0 ist — genau der Text, den RouterOS bei einem Fehler
zurückgibt. Fix: eigene Sammlung über `executeCommandStream()` in
`SSHTransport.run(_:)`, damit die Ausgabe bis zum Fehlschlag erhalten
bleibt.
5. **Picker-Warnungen** ("selection is invalid and does not have an
associated tag") — `wanConfig`/`lanConfig` starteten mit festen
Platzhaltern (`"ether1"`/`"bridge"`), die nicht zu den echten
Interface-Namen des Geräts passen mussten. Fix: `prepareDefaults()`
korrigiert jetzt beide anhand eines "ist der Wert überhaupt in der
Liste"-Checks, läuft schon im `init`.
**Lehre für weitere Arbeit:** Citadel/NIOSSH-Fehler grundsätzlich mit
`String(describing:)` loggen, nie `.localizedDescription` vertrauen. Jede
neue View, die ein ObservableObject aus einem ViewModel liest, muss es
selbst separat als `@ObservedObject` halten.
## Bekannte Einschränkungen (bewusst, nicht vergessen)
- **SSH-Hostkey-TOFU fehlt** — `SSHTransport` nutzt `.acceptAnything()`,
kein Trust-on-first-use wie bei REST. Kommentiert im Code als M7-Punkt.
- **CLI-Parser (`RouterOSCliParser`) ist jetzt gegen ein reales Gerät
verifiziert** (Verbinden-Tab zeigte korrekte Modell/Version/Interfaces),
aber nur gegen dieses eine Testgerät/diese RouterOS-Version.
- **Kein garantiertes Auto-Rollback** bei Verbindungsabbruch während
"Jetzt anwenden" — nur Backup-vorher + Bestätigungspflicht. Steht auch
im UI-Text auf dem Übersichtsschritt.
- **VLAN ohne Port-Zuweisung** (siehe oben, Architekturprinzip).
- **REST-Pfad ungetestet für Schreibvorgänge** — beim Testgerät ist
`www-ssl` (Port 443) aus, daher lief jeder bisherige Schreibtest über
SSH. Der REST-`apply()`-Pfad (`POST` mit JSON-Body) ist nur gegen Mocks
getestet, nicht gegen ein echtes Gerät mit aktiver REST-API.
## Stand der Milestones
- ✅ M1: Projektgerüst, Connect-Schritt (REST/SSH-Autodetect, Keychain, Zertifikats-TOFU)
- ✅ M2: Backup-Service, Sicherungen-Tab
- ✅ M3: WAN + LAN/DHCP-Wizard, Anwenden-Logik mit Vorab-Backup
- ✅ M4: VLAN-Schritt (separates virtuelles Netz, kein Port-Tagging)
- ⬜ M5: WLAN-Schritt (SSID/Passwort, nur bei erkannter WLAN-Hardware)
- ⬜ M6: Firewall-Schritt (sicherer Standard: NAT/Masquerade, WAN→LAN blocken)
- ⬜ M7: Härtung — SSH-Hostkey-TOFU, Fehlerzustände, Politur, ggf. REST-Schreibpfad
gegen echtes Gerät mit aktivem `www-ssl` verifizieren
## Nächste Schritte
M5 (WLAN) oder M6 (Firewall) als Nächstes — Nutzer hat noch nicht
festgelegt, was zuerst kommt. Vor Firewall-Arbeit besonders vorsichtig
sein: falsch gesetzte Regeln können den Fernzugriff auf den Router kappen,
unbedingt Backup-Pflicht vor Anwenden beibehalten und im Testgerät bleiben,
nicht am Produktivrouter.
Kein Gitea-Remote vorhanden — falls der Nutzer später eine Gitea-Instanz
aufsetzt (z.B. selbst gehostet auf der vorhandenen OMV-NAS, wo bereits
andere Docker-Dienste laufen, siehe `Aperto/`-Projekt), Remote hinzufügen
und pushen; bis dahin bleibt es bei lokalem Git.